Vitamin- und Mineralstoffmangel

Symptome
So zahlreich und unterschiedlich wie die Vitamine und Mineralstoffe selbst sind, so verschieden sind auch die Kennzeichen eines entsprechenden Mangels. Eine erhöhte Anfälligkeit für Erkältungen kann beispielsweise aufgrund eines Mangels an Vitamin C auftreten, zu wenig Calcium und Vitamin D begünstigen Osteoporose und eine nicht ausreichende Zufuhr an B-Vitaminen hat Einfluss auf Nerven, Haut oder Blutbildung.

Ursachen
Ein Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen kann zwei Ursachen haben: Zum einen besteht die Möglichkeit, dass zu wenig Nährstoffe aufgenommen werden. Zum anderen kann ein erhöhter Verbrauch, wie z. B. durch Sport oder andere starke körperliche Belastung, dazu führen, dass wichtige Stoffe im Körper fehlen. Unausgewogene Ernährung oder eine Störung in der Aufnahme bzw. Verwertung (Malabsorption) sorgen häufig für eine zu geringe Zufuhr. Belastungssituationen können zu einem höheren Verbrauch oder zu einem erhöhten Bedarf führen. Dazu zählen beispielsweise Grundkrankheiten (z. B. Diabetes, Nieren-/Leberinsuffizienz), Schwangerschaft und Stillzeit, Leistungssport oder auch der übermäßige Genuss von Alkohol und/oder Nikotin.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Multivitaminpräparate sind vor allem geeignet, um die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen umfassend zu unterstützen, was zum Beispiel nach heftigen Erkältungen oder in der Genesungsphase nach Erkrankungen sinnvoll ist.
Vitamin C trägt dazu bei, das Immunsystem zu stärken. Auch allgemeiner Müdigkeit, Leistungsschwäche und schlechter Wundheilung kann man mit Vitamin C entgegenwirken.
Vitamin E wird unterstützend bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bei entzündlichen rheumatischen Prozessen, z. B. Rheuma, eingesetzt.
Vitamin D hilft, den Calciumspiegel in den Knochen aufrecht zu erhalten, und dient somit der Osteoporose-Verbeugung und -Therapie.
Folsäure wird während Schwangerschaft und Stillzeit, aber auch für Frauen mit Kinderwunsch empfohlen. Ein Mangel an Folsäure kann beispielsweise bei der Einnahme der Anti-Baby-Pille oder auch bei erhöhtem Alkoholgenuss die Folge sein.
Nach chronischen Durchfällen oder längerer Antibiotika-Einnahme kann es zu einem Mangel des Vitamins B2 (Riboflavin) kommen, was sich beispielsweise durch eingerissene Mundwinkel (Rhagaden) oder Ekzeme im Gesicht verdeutlichen kann.
Ein Eisenmangel kann gerade bei Frauen mit starker Menstruation auftreten, aber auch Vegetarier können aufgrund des Fleisch- und Fischverzichtes betroffen sein. Bei zu wenig Eisengehalt ist die Blutbildung gestört. Kennzeichen sind oft zuerst trockene Haut und Schleimhautveränderungen, dann kommen Müdigkeit und Leistungsschwäche hinzu, insgesamt steigt das Risiko für Infekte.
Muskelkrämpfe sind das häufigste Warnzeichen für einen Magnesium-mangel, aber auch Muskelzuckungen, Schwindelanfälle oder Kopfschmerzen können Anzeichen sein.
Wenn man häufig unter Infektionen leidet, eine schlechtere Wundheilung bemerkt oder der Geschmacks- und Geruchssinn beeinträchtigt scheint, deutet das auf einen Zinkmangel hin.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Wer trotz guter Ernährung häufig unter Infekten leidet, sollte mit seinem Hausarzt darüber sprechen. Spezifische Mangelsymptome treten häufig als Folge einer Grunderkrankung (bspw. Magen-Darm-Krankheiten, Essstörungen) auf. Unter ärztlicher Kontrolle und mit speziellen Trinknahrungen lässt sich die Vitamin- und Mineralstoffbilanz wieder verbessern.

Das sollte man tun
Mischkost mit vielen frischen Lebensmitteln und der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sind oft ausreichend, um eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen zu gewährleisten. Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) sollten zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen werden, um Aufnahme und Verwertung im Körper zu gewährleisten. Multivitaminpräparate werden vom Organismus besser aufgenommen, wenn sie zusammen mit Obst, Gemüse oder Salat verzehrt werden.

Das kann man tun
Eine ausgewogene Ernährung kann man durch Pflanzen- oder Obstsäfte unterstützen. Neben einer Vorbeugung eines latenten Mangels können Säfte sich auch positiv auf Magen-Darm-Beschwerden auswirken und vorbeugend wirken, beispielsweise Cranberrysaft bei Harnwegsinfekten. Sofern es möglich ist, sollte man immer frisch gepresste Säfte verwenden.

Das sollte man besser lassen
Manche fettlöslichen Vitamine können die Gesundheit auch beeinträchtigen: So sollte zum Beispiel Vitamin A (Betacaroten, Retinol) in der Schwangerschaft oder von Rauchern nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.